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Kooperationen.

Zusammenarbeit macht stark - über Grenzen hinweg.
Von stetig größerer Bedeutung wird die europäische
Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen. Die EUStaaten
planen seit Jahren ein gemeinsames Asylrecht,
das zur Abschottung Europas gegenüber Flüchtlingen führen
soll. Die Angst vor terroristischen Bedrohungen wird zum
willkommenen Anlass einer Politik, in der die Grenzen der EU
nur noch Geschäftsreisenden und wohlhabenden Touristen
offen stehen.
Als Mitglied von ECRE, dem European Council on Refugees
and Exiles mit Sitz in Brüssel, geht PRO ASYL in Verbindung
mit 74 Nichtregierungsorganisationen aus 31 europäischen
Staaten gegen diese Entwicklungen an. Gemeinsam wollen
wir die Situation von Flüchtlingen und Asylsuchenden europaweit
verbessern. Das Ziel ist ein humanes europäisches
Flüchtlingsrecht, das den globalen Problemen und den unveräußerlichen
Menschenrechten von Flüchtlingen und Asylsuchenden
Rechnung trägt.
PRO ASYL organisiert auch auf nationaler Ebene immer
wieder erfolgreiche Kooperationsprojekte. Dahinter steht die
Überzeugung, in Bündnissen politisch und gesellschaftlich
mehr bewirken zu können.
Einige Beispiele:
- Die Kampagne "Verfolgte Frauen schützen!" zusammen mit
dem Deutschen Frauenrat. Sie führte dazu, dass geschlechtspezifische
Verfolgung als Fluchtursache und Abschiebungshindernis
stärker berücksichtigt wird.
- Die Zusammenarbeit mit Kirchen, Wohlfahrtsverbänden,
Menschenrechtsorganisationen, sowie Richter- und Anwaltsvereinigungen,
um die uneingeschränkte Gültigkeit der
Genfer Flüchtlingskonvention in Deutschland durchzusetzen.
Heute schließen sich dieser Forderung und der daraus
resultierenden Anerkennung nichtstaatlicher Verfolgung
Bündnis 90 / Die Grünen sowie SPD und FDP an.
- Die Aktion "Hier geblieben! Recht auf Bleiberecht.", in der
ebenfalls in einem breiten Bündnis das Bleiberecht für langjährig
in Deutschland lebende Flüchtlinge eingefordert wird.
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